2x Bronze für U17 Beachhandballer des DHB

Sowohl die männliche als auch die weibliche U17 der DHB Beachhandballer haben bei der EM in Zagreb die Bronzemedaille gewonnen

Ein Jahr nach dem sechsten Platz bei der U16-Eurpomeisterschaft im portugiesischen Nazare 2016 krönt die männliche U17-Beachhandball-Nationalmannschaft eine überragende U17-Europameisterschaft in Zagreb mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus gegen Spanien setzte sich das Team von Trainer Konrad Bansa im Spiel um Platz drei gegen die Russen mit 2:1 (19:16, 16:17, 13:12) durch. Torwart Moritz Ebert und der finale Schütze Fynn Hangstein sorgten für die Bronzemedaille.

„Im Moment herrscht einfach nur pure Freude“, meldete Bansa aus Zagreb nach dem hochspanenden Duell mit dem WM-Teilnehmer. Im ersten Durchgang zeigte das deutsche Team seine ganze Klasse. Mit einer Triangel-Abwehr du Positionsverteidiger Dan Jakob Zimmermann auf der Spitze ließ man den Kontrahenten kaum zur Entfaltung kommen. Zwischen den Pfosten zeigte Moritz Ebert zum wiederholten Mal eine formidable Vorstellung und sorgte bei seinen Vorderleuten für den nötigen Schub. Als Henrik Prahst einen Doppel-Kempa mit Felix Molsner erfolgreich zum 12:6 einnetzte, hatte die DHB-Auswahl deutlich Oberwasser. „Da hat man gesehen, wozu dieses Mannschaft spielerisch in der Lage ist“, freute sich Bansa.

Im zweiten Satz lagen die Deutschen zu Beginn mit 4:8 in Rückstand. Davon ließ sich die selbstbewusste DHB-Auswahl nicht aus dem Konzept bringen und glich 1:20 vor dem Ende zum 14:14 aus. Doch Nikita Iltinski rettete sein Team drei Sekunden vor Schluss in den Shoot-Out. In dem leistete sich jedes Team einen Fehlwurf beim zweiten Versuch. Im Anschluss waren die Keeper gegen die Schützen machtlos. „Eigentlich wollte ich Moritz Ebert vor dem siebten Penalty auswechseln. Aber er meinte, dass er den nächsten halten wird“, sagte Bansa. Der Keeper behielt Recht und parierte spektakulär in Silvio-Heinevetter-Manier gegen Sergey Ivanov. Danach sicherte Fynn Hangstein nervenstark Deutschland die Bronzemedaille.

Der Traum von der Medaille ist sich für U17-weiblich bei der Beachhandball-Europameisterschaft in Erfüllung gegangen. Nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen die Niederlande, die ihren EM-Titel mit einem 2:0-Finalsieg gegen Portugal verteidigten, holte sich die DHB-Auswahl Bronze. Im Spiel um Platz drei setzte das Team der Trainer Alexander Novakovic und Co-Trainer Hannes Degenhardt mit 2:1 (18:16, 12:21, 9:6) gegen Ungarn durch.

Im ersten Durchgang verteidigte das deutsche Team sehr offensiv. „Aber die Ungarinnen haben so gut wie keine Fehler gemacht“, meinte Novakovic. Davon ließ sich die DHB-Auswahl nicht verunsichern und setzte nach dem 14:14 in noch wenigen verbleibenden Minuten bis zum Seitenwechsel zum entscheidenden 3:0-Zwischenspurt an. Der brachte schließlich auch den Satzgewinn. Auch weil das deutsche Angriffsspiel sehr variantenreich war.

Im zweiten Satz verschliefen die Deutschen den Start und sahen früh einem 2:7-Rückstand ausgesetzt. Nach dem Wechsel dominierte der Gegner das Geschehen deutlich. Das Novakovic-Team behielt aber die Nerven und kämpfte sich beim 8:10 rund viereinhalb Minuten vor Schluss wieder ins Spiel, verlor aber binnen weniger Minuten den Anschluss (8:14).

Im Shoot-Out behielten alle sechs deutschen Schützeninnen kühlen Kopf und trafen zum Medaillengewinn. „Wir sind total erleichtert, dass wir nicht den undankbaren vierten Platz geholt haben. Bronze fühlt sich für uns an wie Gold“, freute sich Novakovic.